Seriöses Unternehmen oder unseriöser Spamer?

Täglich treffen immer neue Spammails in meinen Mailaccounts ein. Damit sind nicht einmal die Spammails gemeint, in denen es um Potzenzpillen, Geldwäsche, Romancescam o.ä. geht. Ich spreche hier von den Werbemails und Newslettern vermeintlich seriöser Unternehmen, denen kein rechtsgültiges Weerbeeinverständnis vorliegt, von denen man aber dennoch Spam bekommt.

Theoretisch benötigt man in Deutschland eine Aktivlegitimation um jemandem Werbung oder Newsletter senden zu dürfen, d.h. man muß dem Empfang explizit zustimmen (z.B. indem man ein Häkchen bei der Registrierung setzt) und muß die Anmeldung per Double-Opt-In bestätigen um sicherzustellen, daß die eMail-Adresse korrekt ist. Der Spamer ist vor Gericht verpflichtet diese Legitimation vorzuweisen. Hat er diese nicht, hat er nur geringe Chancen. Die Rechtsgrundlagen sind eigentlich eindeutig und man kann sich juristisch gegen Spamer zur Wehr setzen. Die Chancen stehen auch vor Gericht gut, wenn man einen Anwalt beauftragt, der sich mit dem Thema auskennt. Problem dabei: Es sind so Viele, daß eine Privatperson derart viele Aufträge und ggf. auch Prozesse nicht stämmen kann! Alternative: Man meldet den Spam an die Wettbewerbszentrale.de. Die können den Spamer entsprechend verfolgen, tun das aber nicht in jedem Fall.

Werbung per eMail ist sehr günstig im Vergleich zu anderen Werbeformen:
– Mailadressen einzusammeln ist einfach und kann über Software im zweistelligen Euro-Bereich organisiert werden. Alternativ können Daten aus dem Kundenstamm verwendet oder angekauft bzw. angemietet werden.
– Software zum Versenden von Mails an große Listen ist teilweise kostenlos erhältlich, andere Pakete liegen preislich im zweistelligen oder unteren dreistelligen Euro-Bereich.
– Ein entsprechender Mailserver liegt im zwei- oder dreistelligen Euro-Bereich pro Monat.
Für wenig Geld können also große Mengen an Mails verschickt werden. EMail-Werbung ist damit konkurrenzlos günstig. So günstig, daß man auch mal die eine oder andere Abmahnung riskieren kann!

EMail-Spam wird es so lange geben wie sich das Geschäft lohnt. Erste wenn sich genpügend Opfer auf juristischem Weg wehren und die Kosten für die Spamer zu hoch werden und gleichzeitig die Einnahmen aus der Werbeform zurück gehen, werden die Spamer darauf verzichten! Deshalb gilt: Bei Spamern kauft man nicht!

Es kommt auf jeden Einzelnen an. Helfen Sie mit Spam einzudämmen!
– Machen Sie keine Geschäfte mit Spamern!
– Setzen Sie sich juristisch zur Wehr oder informieren Sie die Wettbewerbshüter!

Auf dieser Seite werden Spammails vermeintlich seriöser Unternehmen aufgeführt. Machen Sie sich selbst ein Bild und fragen Sie sich ob ein Unternehmen seriös ist, das rechtswidrige Werbemethoden anwendet und Ihre Daten mißbraucht!

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